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Deutscher PV-Strom ist bald subventionsfrei – Enervis

Renewables

22 Feb 2019 08:20

Foto: Pixabay

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Bonn

22 Feb 2019 08:20

(Montel) Neue Solarinvestitionen in Deutschland dürften in diesem Jahr allein auf Marktbasis rentabel werden, sagte ein Berater von Enervis Montel in dieser Woche und rechnete mit einer Welle an subventionsfreien Kontrakten.

„Wir sehen tatsächlich die ersten allein vom Markt getriebenen Projekte von beachtlicher Größe“, sagte Nicolai Herrmann vom Beratungshaus Enervis.

Die Entwicklung werde zu „mehreren hundert Megawatt“ an marktbasierten Projekten in diesem Jahr führen, ergänzte er.

ENBW hatte vergangene Woche mit dem Projektierer Energiekontor einen langfristigen Bezugsvertrag (PPA) für die Erzeugung aus einem geplanten 85-MW-Solarpark unterzeichnet, was dessen Realisierung ohne staatliche Förderungen ermöglichen soll.

Der erste Deal dieser Art sei ein Vorgeschmack auf die Zukunft, sagte Herrmann. Denn dank sinkender Solarentwicklungskosten und steigenden Großhandelspreisen, komme man immer näher an die Niveaus, die man zur Deckung der Investitionsausgaben benötige.

Damit erreiche Solarenergie nach knapp zwei Jahrzehnten die „Grenze der Marktparität“.

Bei der jüngsten Solarauktion in Deutschland wurden im Durchschnitt 48 EUR/MWh erzielt. Das billigste Angebot lag etwas über 41 EUR/MWh.

Im Vergleich dazu lagen die deutschen Day-Ahead-Strompreise im vergangenen Jahr bei knapp 45 EUR/MWh. Spitzenlaststunden, in denen Solarstrom typischerweise erzeugt wird, lagen im Durchschnitt bei etwas über 48 EUR/MWh.

Kannibalisierungsrisiko
Ein Vergleich einfacher Durchschnittswerte über ein Jahr kann allerdings irreführend sein, so Enervis.

Solar erzeugt im Winter, wenn die Spitzenlastpreise tendenziell am höchsten sind, sehr wenig Strom und mehr im Sommer. Dann sind allerdings die Spitzenlastpreise tiefer.

Das Problem, das auch die Windenergieanlagen betrifft, führe dazu, dass diese Erneuerbaren tendenziell niedrigere Preise erzielen als der tatsächliche Jahresdurchschnitt. 

Dieser sogenannte „Kannabilisierungseffekt“ verstärke sich mit dem weiteren Zubau der beiden Technologien dabei noch.

Die Modelle von Enervis zeigten bei einer stärkeren Marktdurchdringung tatsächlich relativ geringere Preise, besonders in Märkten mit einer dynamischen PPA-Entwicklung, sagte Herrmann.

Südeuropa
Nach Angaben von Enervis haben die Solaranlagen in Deutschland, das mit 46 GW Europas größter Markt ist, im letzten Jahr immer noch 98,6% des durchschnittlichen Strompreises erzielt.

In einigen Teilen Europas – besonders in Süditalien – lagen die Quoten jedoch nur bei 91%.

Dennoch liegen die Baukosten in neun Ländern, darunter Spanien, Frankreich und Italien, unter den Großhandelspreisen, was laut Enervis eine Welle an förderfreien Anlagen auslösen könnte.

Die Entwicklung könne sich bei weiter fallenden Installationskosten oder steigenden Großhandelspreisen in den Norden ausbreiten, so Herrmann.

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