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DUH klagt gegen LNG-Pipeline ab Wilhelmshaven

GasLNG

20 Sept 2022 10:19

Berlin

20 Sept 2022 10:19

(Montel) Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will mit einer Klage erreichen, dass die neue LNG-Anschlusspipeline von Wilhelmshaven zum Gasspeicher Etzel maximal zehn Jahre fossiles Gas transportiert, teilte die Umweltschutzorganisation am Dienstag mit.

Mit der Klage gegen das für die Pipeline zuständige niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) solle erreicht werden, dass die Genehmigung für den Transport von fossilem Gas über die Leitung in Einklang mit den deutschen Klimazielen auf zehn Jahre zeitlich begrenzt werde, so die DUH.

„Mit unserer Klage stellen wir sicher, dass der Klimaschutz auch in der aktuellen Energiekrise Bestand hat. […] Ohne eine solche Laufzeitbegrenzung schlittern wir von einer fossilen Abhängigkeit in die nächste“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner.

Seine Organisation fordere daher, dass die Pipeline spätestens ab dem 1. Januar 2033 nur noch mit grünem Wasserstoff oder dessen Derivaten betrieben werden dürfe, damit die im deutschen Klimaschutzgesetz festgelegten Emissionsminderungsziele erreichbar blieben.

Das LBEG hatte im August im Planfeststellungsverfahren den Bau und Betrieb der sogenannten Wilhelmshaven-Anschluss-Leitung (Wal) genehmigt und dabei grundsätzlich auch den Transport eingeschlossen, diesen aber nicht an zeitliche Vorgaben geknüpft.

Die rund 26 Kilometer lange Leitung soll laut Planungsunterlagen Gas vom geplanten LNG-Terminal in Wilhelmshaven zur Norddeutschen Erdgas Transversale (Netra) am Speicher Etzel bei Friedeburg transportieren, wo der Anschluss ans deutsche Gasnetz erfolgen soll. Die Fertigstellung der Leitung ist bis Ende dieses Jahres vorgesehen.

Die Kapazität der geplanten Leitung übersteige mit etwa 22 Mrd. Kubikmetern deutlich die Kapazität des schwimmenden LNG-Terminals in Wilhelmshaven, die bei bis zu 7,5 Mrd. Kubikmetern liege, kritisierte die DUH.

Allein der Betrieb dieser einen Leitung würde 15% des gesamten, nach Einschätzung des Sachverständigenrats für Umweltfragen überhaupt noch zur Verfügung stehenden deutschen CO2-Budgets für die Einhaltung des Pariser Klimaziels von 1,5 C aufbrauchen, so die Umwelthilfe.

Zudem würden dadurch Anreize für Lieferanten weltweit entstehen, neue Erdgasfelder zu erschließen. „Das ist angesichts der Pariser Klimaziele eine rote Linie und muss in jedem Fall ausgeschlossen werden“, sagte Müller-Kraenner.

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