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EU-Kohleblöcke machen 2019 Verlust von 6,6 Mrd. EUR – Studie

Coal

24 Oct 2019 08:07

(Foto: Uwe Dobrig)

(Foto: Uwe Dobrig)

London

24 Oct 2019 08:07

(Montel) Vier von fünf Kohlekraftwerken in der EU sind wegen besserer Margen für Gas- und Grünstromanlagen unrentabel und könnten ihren Betreibern dieses Jahr 6,6 Mrd. EUR an Verlusten bescheren, zeigte eine Studie von Carbon Tracker.

„Die Betreiber von Kohlekraftwerken in der EU verlieren Geld, da sie nicht mit immer günstiger werdenden Erneuerbaren und Gas konkurrieren können, und das wird immer schlimmer werden“, sagte Matt Gray, Leiter der Strom- und Versorgersparte der Denkfabrik.

Die Gaspreise sind in den vergangenen Monaten gefallen, während sich CO2 verteuert hat. Das hat einen Brennstoffwechsel im Kraftwerksbereich weg von Kohle und hin zu Gas unterstützt. Die Steinkohleverstromung in der EU ist seit 2018 laut der Studie um 39% zurückgegangen und die Stromerzeugung aus Braunkohle um 20%. 

Laut Carbon Tracker sind 84% der Braunkohle- und 76% der Steinkohlekraftwerke nicht mehr profitabel und sollten 2019 Verluste von 3,54 Mrd. EUR bzw. 3,03 Mrd. EUR einfahren.

„In der EU verbuchen 79% der Kohlekraftwerke Verluste“, so die Studie. Besonders betroffen seien deutsche Anlagen mit Verlusten in Höhe von knapp 2 Mrd. EUR. RWE allein sollte 975 Mio. EUR verlieren, 6% seines Markwertes, schrieb Carbon Tracker.

Weiterhin profitabel seien hingegen Anlagen in Polen, die eine hohe staatliche Förderung erhalten, die effizientesten Blöcke in Deutschland und den Niederlanden sowie Kraftwerke in Italien, Tschechien und Slowenien, die von hohen Großhandelspreisen profitierten. 

Neben den günstigen Gaspreisen und den fallenden Kosten der Erneuerbaren sollten zukünftig auch weitere Faktoren auf den Kohlekraftwerken lasten. „Die Versorger werden in vielen Kraftwerken teure Technologien installieren müssen, um ab 2021 strengeren Emissions-Vorschriften der EU gerecht zu werden. Die steigenden CO2-Preise sollten ebenfalls die Kosten treiben“, so die Studie.

Ausstieg
Politiker und Investoren sollten dies als Anlass nehmen, einen Kohleausstieg bis 2030 voranzutreiben, hieß es weiter. Mehrere Mitgliedsstaaten planen bereits ein Ende der Kohleverstromung, darunter Deutschland, das allerdings bisher einen Ausstieg bis 2038 anpeilt.

Gleichzeitig hat sich die EU das Ziel gesetzt, bis 2030 die CO2-Emissionen um mindestens 40% gegenüber 1990 zu senken und den Anteil der Erneuerbaren im Strommix zu steigern.

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