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RWE rät zur Umsetzung der Kohleausstiegspläne

StromErneuerbarePolitik

14 Feb 2019 06:34

Photo: RWE

Photo: RWE

Berlin

14 Feb 2019 06:34

(Montel) RWE rät zur vollständigen Umsetzung des Kohleausstiegsplans, auch wenn der Konzern wohl einen Großteil der dadurch zusätzlichen 3 GW an Braunkohlekraftwerksschließungen bis 2022 schultern muss, sagte Konzernchef Rolf Martin Schmitz am Mittwochabend.

„Ich kann nur davor warnen, in der Umsetzung diesen doch sehr, sehr schwierigen Kompromiss wieder aufzumachen“, sagte Schmitz bei einer Veranstaltung des Forums für Zukunftsenergien in Berlin. 

Mit einem Ausstieg aus der Kohleverstromung im Jahr 2038 könne das Unternehmen arbeiten, weil es dadurch Planungssicherheit erhalte und sich für die Zukunft aufstellen könne.

Ähnliche Warnungen hatten deutsche Spitzenpolitiker in den letzten Wochen ausgesprochen, die ebenfalls auf eine detailgetreue Verwirklichung der Pläne drängen.

Dennoch sollten die Kraftwerksschließungen und die Reduktion in den Tagebauen bis 2022 dazu führen, dass RWE 2.500-3.000 Stellen abbauen werde. 

1,5 Mrd. EUR?
Im Gegenzug rechnet RWE laut Schmitz mit einer Entschädigung von 1,2-1,5 Mrd. EUR pro GW für die Folgen der Braunkohleschließungen.

Bis 2022 sollen in Deutschland nach den Vorstellungen der Kommission 12,5 GW an Kohlekraftwerken im Vergleich zu 2017 vom Netz gehen.

„Da ist alles Mögliche eingerechnet worden. Netto sind das dann rund 3 GW Braunkohle und 4 GW Steinkohle“, sagte Schmitz mit Blick auf die unter anderem einbezogene, schon beschlossene Braunkohlesicherheitsbereitschaft.

Deren Kosten waren bisher mit 0,6 Mrd. EUR pro GW angegeben worden und galten in Berlin als Richtschnur für die Entschädigungszahlungen.

Der geringere Braunkohlebedarf bringe zudem eine neue Perspektive für den Hambacher Forst, deutete Schmitz an.

„Wir werden natürlich schauen, ob bei einer kompletten Braunkohle-Neuplanung in Hambach dieser Wald möglicherweise stehen bleiben kann, im Rahmen der alten Planung völlig unmöglich. Es wird aber der wertvollste Wald Deutschlands werden.“

„Relativ tot“
Die Einnahmen aus den Entschädigungszahlungen sollen sicherstellen, dass RWE trotz der Kosten durch den Braunkohleausstieg in den Ausbau der Erneuerbaren investieren kann. Der Konzern sollte nach einer komplizierten Transaktion mit dem Konkurrenten Eon in diesem Jahr zu einem der größten Erneuerbaren-Konzerne Europas aufsteigen.

Derzeit sei der Markt für Erneuerbare allerdings „relativ tot“, was unter anderem auf den mangelnden Netzausbau zurückgehe und sich in den nicht ausgeschöpften Ausschreibungsmengen der letzten Zeit gespiegelt habe, sagte Schmitz.

„Jetzt hat ENBW einen Solarpark ohne Subventionen versprochen. Mir ist das völlig schleierhaft, wie das gehen soll“, merkte Schmitz mit Blick auf eine Ankündigung der ENBW von vor wenigen Tagen an.

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