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Österreich bezieht nur noch 21% des Gases aus Russland

GasPolitik

21 Nov 2022 12:21

Berlin

21 Nov 2022 12:21

(Montel) Österreich hat im September nur noch 21% seiner Gasimporte aus Russland bezogen, teilte das Klimaschutzministerium am Montag mit. Im Februar waren es demnach noch 79% gewesen.

„Wir haben einen großen Schritt aus der Abhängigkeit von russischem Gas gemacht“, sagte Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) laut einer Mitteilung.

„Wir sind noch nicht am Ende des Weges angekommen, wirklich frei sind wir erst, wenn wir ganz auf russisches Gas verzichten können. Daran arbeiten wir jeden Tag unter Hochdruck“, fügte sie hinzu.

Der Anteil aus nicht-russischen Quellen setze sich aus norwegischem Gas, Flüssigerdgasimporten (LNG) und zu kleinen Teilen aus Gas aus Nordafrika und Zentralasien zusammen, hieß es.

Der russische Lieferanteil ging von drastischen Lieferkürzungen der russischen Gazprom aus, mit denen Russland wiederum auf westliche Sanktionen gegen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine seit Ende Februar reagierte.

Österreichs wichtigstes Gasunternehmen OMV erhält dabei – anders als etwa die deutschen Gasimporteure – weiter Gas aus Russland. OMV-Chef Alfred Stern sagte vergangene Woche in der Süddeutschen Zeitung, dass das Unternehmen „derzeit zwischen 30 und 60 Prozent der vereinbarten Mengen“ erhalte.

Die OMV hatte im Juli aber auch zusätzliche Leitungskapazitäten aus Deutschland und Italien gebucht, damit Österreich über diese Länder mehr nicht-russisches Gas beziehen kann. 

Haidach-Anschluss
Zudem teilten das Ministerium und der Regulierer E-Control mit, dass der Gasspeicher Haidach ab dem 14. Dezember von österreichischer Seite befüllt werden kann. Am 20. Dezember solle der Regelbetrieb beginnen, hieß es.

Der Gasspeicher Haidach, der an der Grenze der Bundesländer Oberösterreich und Salzburg liegt, wird derzeit an das österreichische Gasnetz angeschlossen. Bislang ist er nur an das deutsche Netz angeschlossen.

Haidach ist eine der größten Speicheranlagen in Europa. Von deutscher Seite hat die Astora ihren Speicheranteil mittlerweile zu 96,2% gefüllt. Damit sind 17,9 TWh im Speicher, zeigten Daten von Gas Infrastructure Europe.

Auf österreichischer Seite ist die Rag für die Befüllung einer Kapazität von 14 TWh in Haidach verantwortlich. Der Speicher-Pool der Rag mit insgesamt 34,2 TWh Kapazität wies zuletzt einen Füllstand von 88,3% aus, so die Daten.

Hintergrund aller Maßnahmen ist der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, wobei der Speicher Haidach zuvor von der russischen Gazprom kontrolliert wurde.

Diese hatte den Speicher vor dem vergangenen Winter nur unwesentlich befüllt und machte auch im Frühjahr keine Anstalten, dies zu tun. Daraufhin entzog Österreich die Speichernutzungsrechte.

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