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Norwegen könnte ab 2023 Stromexporte begrenzen – Minister

Strom

19 Sept 2022 11:35

Foto: Statnett

Foto: Statnett

Oslo

19 Sept 2022 11:35

(Montel) Norwegen wird in diesem Herbst ein regulatorisches Instrument dafür schaffen, ab dem neuen Jahr die Stromexporte begrenzen zu können, sagte Energieminister Terje Aasland am Montag.

Die Regierung arbeite mit dem Regulierer NVE daran zu definieren, wie niedrig die Wasserspeicher des Landes gefüllt sein müssten, um eine Beschränkung der Exporte auszulösen, sagte er.

Das Begrenzen der Exporte werde der EU-Regulierung nicht zuwiderlaufen, da damit die einheimische Versorgung sichergestellt werde, ergänzte Aasland. Damit folge die Regelung dem gleichen Prinzip wie die EU bei der Reduzierung des Gasverbrauchs zum Füllen der Speicher.

„Wir würden das nur in einer Situation tun, in der der Füllstand der Reservoirs sehr niedrig ist, um in einer besonderen Situation unsere Versorgung zu sichern“, sagte der Minister.

Die Europäische Kommission hatte zuvor gewarnt, dass Norwegen zwar bestimmen könne, wie Produzenten ihre Wasserkraftkapazitäten nutzen, jedoch nicht die Exporte begrenzen dürfe.

Norwegen ist zwar kein Mitglied der EU, jedoch Teil des europäischen Binnenmarkts für Energie.

Statkraft als größter Stromproduzent Norwegens und der Übertragungsnetzbetreiber Statnett haben ebenfalls davor gewarnt, da eine Exportbegrenzung eine entsprechende Gegenwehr auslösen könne.

Trockene Wetterbedingungen haben die Reservoirs in Südnorwegen auf ihren niedrigsten Stand in mehr als 20 Jahren sinken lassen, was die Preise in der Region nach oben getrieben hat.

In der südlichen Gebotszone NO2, wo sich die größten Reservoirs befinden, waren die Wasserspeicher zuletzt zu 49,8% gefüllt, verglichen mit einer saisonalen Norm von 81%.

Normalerweise erreicht der Füllstand Ende September ein Hoch, bevor die höhere Stromnachfrage im Winter die Reservoirs wieder leert.

Die norwegische Regierung hatte vergangenen Monat den Betreibern von Wasserkraftanlagen eine wöchentliche Berichtspflicht über ihre Erzeugung auferlegt. Die Betreiber müssten ihre Produktion so weit wie möglich begrenzen, um die Reserven für den Winter zu erhöhen, sagte Aasland.

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