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Berlin prüft Folgen von russischen Gas-Sanktionen

GasPolitik

12 May 2022 05:26

Foto: Shutterstock.com

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Frankfurt

12 May 2022 05:26

(Montel) Das Bundeswirtschaftsministerium prüft Folgen russischer Sanktionen gegen Gazprom Germania und zahlreiche Tochterunternehmen, teilte eine Sprecherin am späten Mittwoch mit. Moskau hatte zuvor Maßnahmen gegen die ehemalige Gazprom-Tochter und weitere Firmen angekündigt.

„Wir werten diese Ankündigungen aus. Noch liegen uns keine Details vor“, sagte die Sprecherin.

„Die Bundesregierung und die Bundesnetzagentur als Treuhänderin von Gazprom Germania sind daher bereits dabei, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen und sich auf verschiedene Szenarien vorzubereiten“, ergänzte sie.

Moskau hatte am späten Mittwoch eine Liste mit 31 Unternehmen vorgelegt, die nicht länger in Russland oder mit Russland Geschäfte machen können.

Zu den sanktionierten Unternehmen gehört auch Gazprom Germania mit zahlreichen Tochterunternehmen, die in Ländern wie Deutschland, Frankreich, der Schweiz aber auch den USA tätig sind.

Neben Astora – der Betreiberin des größten deutschen Gasspeichers Rehden – steht auch das Handelsunternehmen Gazprom Marketing & Trading auf der Liste sowie Gazprom Global LNG.

Auch das Kassler Gashandelsunternehmen Wingas ist als 100%-Tochter von Gazprom Germania Teil der Sanktionsliste.

Unklar ist bisher, wie sich der Schritt aus Moskau auf bestehende Lieferverträge auswirkt.

„Das Krisenteam Gas überwacht die aktuelle Lage genau. Aktuell ist die Versorgungssicherheit gewährleistet, sie wird ständig überprüft“, sagte die Ministeriumssprecherin.

Die Bundesnetzagentur hatte Gazprom Germania Anfang April unter Treuhandverwaltung gestellt, nachdem der russische Mutterkonzern das Unternehmen erst an unbekannte Käufer verkaufen und im Anschluss liquidieren wollte. 

Moskau hatte im Gegenzug bereits am 3. Mai Vergeltungsmaßnahmen angekündigt, die Details aber offengelassen.

Bereits im März hatte Russlands Präsident Wladimir Putin die Energiemärkte mit der Ankündigung aufgeschreckt, dass sein Land von „unfreundlichen“ Staaten nur noch russische Rubel als Zahlungsmittel für Gaslieferungen akzeptieren würde.

Polen und Bulgarien, die Rubel-Zahlungen verweigert hatten, erhalten bereits kein russisches Gas mehr.

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