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Strom kostet 2030 mit Kohleausstieg 3,30 EUR mehr – Studie

Strom

27 Aug 2019 11:53

Foto: Ryan Ladbrook, Shutterstock

Foto: Ryan Ladbrook, Shutterstock

Frankfurt

27 Aug 2019 11:53

(Montel) Die zusätzlichen Kosten durch den deutschen Kohleausstieg sollten 2030 mit 3,30 EUR/MWh ihren Höhepunkt durch höhere Brennstoffkosten und kostspielige Stromimporte erreichen, zeigte eine am Dienstag vom Kölner Institut EWI veröffentlichte Analyse.

Bis 2030 sollte der Großhandelspreis für Strom auf 58 EUR/MWh steigen, während das Frontjahr an der EEX aktuell bei rund 47 EUR/MWh gehandelt wird.

„Der Wegfall der Kohleverstromung wird durch Erzeugung in Gaskraftwerken mit höheren Brennstoffkosten und durch teurere Stromimporte kompensiert“, schrieben die Autoren in einer Analyse der Ergebnisse der Kohlekommission, die einen Vorschlag für den Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2038 gemacht hat.

Bis 2035 sollte der Großhandelspreis auf 65 EUR/MWh steigen und dann 2045 den Höhepunkt bei 77 EUR/MWh erreichen.

Allerdings sollte der Aufschlag durch den Kohleaufstieg in den beiden Jahren nur noch bei 2,70 EUR/MWh und 0,60 EUR/MWh liegen.

Während Deutschland aktuell noch netto Exporteur von Strom ist, sollte die Bilanz zwischen 2025-2045 ausgeglichen ausfallen, hieß es weiter.

Versorgungssicherheit
Da die erste Welle des geplanten Kohleausstiegs gleichzeitig zum Ende der Kernenergie erfolgt, steigt der Backup-Bedarf zwischen 2020 und 2025 um 22 GW an und sollte hauptsächlich durch Gaskraftwerke abgedeckt werden. Sie würden zur Absicherung der Spitzenlaststunden benötigt und könnten ihre Kosten voraussichtlich nicht im Großhandel refinanzieren, schrieben die Autoren.

Sollte sich die Bundesregierung dazu entscheiden, die Kosten für diese Kraftwerke über eine Komponente auf den Großhandelspreis umzulegen, würden bis zu 1,50 EUR/MWh zusätzlich fällig.

Die Braun- und Steinkohlekraftwerke sollen in Deutschland im Jahr 2022 zusammen noch 30 GW an Kapazität stellen, was einem Rückgang um 12,5 GW gegenüber dem Referenzszenario entspricht.

Während das EWI einen Anstieg der Strompreise durch den Kohleausstieg erwartet, rechneten andere Analysten mit einem Rückgang der Preise oder auch mit einer akuten Gefährdung der Versorgungssicherheit.

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