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Kohlefrachter fahren wegen Niedrigwasser mit weniger Ladung

KohleStrom

23 Jul 2019 11:50

Photo: Shutterstock.com

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London

23 Jul 2019 11:50

(Montel) Die Binnenschifffahrtsunternehmen beladen aktuell wegen der niedrigen Wasserpegel des Rheins und der angrenzenden Gewässer einige Kohlefrachter nur zur Hälfte, wobei die Lagerbestände der Kohlekraftwerke weiterhin hoch sind, sagten Branchenvertreter am Dienstag.

„Im Moment nehmen die Frachter aufgrund der niedrigeren Wasserstände weniger Kohle auf“, sagte ein niederländischer Reeder und fügte hinzu, dass einige Frachter mit einer Kapazität von 3.000 t nun nur noch maximal 1.700 t luden, um die flacheren Gewässer zu befahren.

Der für die Binnenschifffahrt wichtige Pegel bei Kaub am Rhein könnte laut Behördendaten im Laufe der Woche noch um 12% auf 127 cm sinken. Im Dürrejahr 2018 lag der Pegel Ende Juli bei rund 114 cm.

Die Betreiber der Frachter können einen zusätzlichen Zuschlag erheben, wenn der Wasserstand unter 200 cm sinkt, um etwaige Mindereinnahmen in Euro pro Tonne auszugleichen, wobei aktuell noch keine solchen Gebühren erhoben würden, so der Reeder.

Als der Pegel bei Kaub im vergangenen Jahr auf ein Rekordtief von 25 cm fiel, erhoben viele Reeder diese Gebühren, was die Angebotsengpässe für Kraftwerkskohle verschärfte.

Volle Kohlelager
„Die Versorgungsunternehmen haben in den ersten sechs Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahr viel mehr Kohle eingelagert, so dass die Bestände – vor allem in Süddeutschland – sehr hoch sind“, sagte er.

„Im Gegensatz zum letzten Jahr ist es sehr einfach, Binnenschiffe zu bekommen“, fügte er noch hinzu.

Auch eine Quelle bei einem großen nordwesteuropäischen Schüttgut-Terminal sagte, man beobachte leicht reduzierte Ladungen.

„Wir sehen Frachter, die weniger Material laden, aber die Höhe der Reduzierung hängt auch vom Ziel ab“, sagte er.

Europäische Energieversorger ergriffen bereits im April vorbeugende Maßnahmen, um Unterbrechungen bei der Kohleversorgung wie 2018 zu vermeiden.

Am Dienstag gab eine Reihe deutscher Kraftwerksbetreiber – darunter RWE und GKM – an, dass sie noch keine Versorgungsengpässe sähen.

„Die kurzfristigen Aussichten sind nicht positiv, da stimme ich zu“, sagte Norbert Kriedel von der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt.

Er fügte allerdings hinzu, dass die jüngsten Prognosen darauf hindeuten, dass die Flusspegel nicht wieder auf die Rekordtiefs von 2018 fallen sollten.

„Das Schmelzwasser aus den Alpen fließt immer noch in den Rhein“, sagte er.

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